Sparrenburg

Sparrenburg

Dort, wo der Bielefelder Osningpass die Kämme des Teutoburger Waldes durchstößt, liegt die Sparrenburg. Auf dem „Bilivelde“ kreuzten sich die Handelswege vom Rhein zur Weser und von den Niederlanden nach Mitteldeutschland. Die Grafen von Ravensberg, die vorher auf dem Ravensberg über der Clever Osningschlucht bei Borgholzhausen residierten, gründeten hier um 1214 die Stadt Bielefeld. Obwohl es die Grafschaft schon lange nicht mehr gibt (1346 fiel sie an Jülich und Berg, 1648 an Brandenburg-Preußen), wird ihr Gebiet bis heute als Ravensberger Land bezeichnet.

Wer das Burggelände betritt, erhält zum einen einen Überblick über die ehemaligen Befestigungsanlagen, zum anderen über große Teile der Stadt Bielefeld.

Die Rondelle, welche die Sparrenburg umgeben, wurden um 1550 als Verteidigungsanlagen gegen Geschütze erbaut. Die Mauern waren 7 m dick und rd. 20 m hoch.

Zu empfehlen ist eine Führung durch die 250 m langen unterirdischen Gänge, mit Blick vom den 36 m hohen Bergfried und in den 61 m tiefen Brunnen. Die Burg ist ganzjährig, die unterirdischen Gänge (Kasematten) und der Turm von April bis Oktober für Besucher geöffnet. Ihre Gewölbe bieten ein Quartier für insgesamt zehn Fledermausarten.

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